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Bei der heutigen Anhörung wurden die Zeugen der Verteidigung befragt – die Eltern der Angeklagten

Verhör von Elena Strigina, Mutter von Arman Sagynbaev.
Strigina erzählt die Biographie ihres Sohnes, u.a. dass er keinen direkt Spitznamen hatte, sondern seit Kindheit Andrej genannt werden und in Jugendjahren sogar seinen Namen im Pass ändern lassen wollte, dass er sich nach der Erfahrung eines Naziagriffs eine Waffe besorgte, 2013 Nowosibirsk verließ und als Programmierer an einem entfernten Standortarbeitete. Erst drei Wochen nach der Festnahme meldete sich das FSB (Inlandsgeheimdienst) bei ihr, woraufhin sie zu ihm fuhr.
Arman berichtete ihr damals von Folter, sie selbst konnte Spuren, die die Folterhinterlassen erkennen. Strigina erzählt weiter, dass ihr Sohn schwer krank ist (Arman Sagynbajev leidet an HIV im dritten Stadium, Anm.d.Ü.), dass ihm nach Festnahme nicht rechtzeitig die Medikamente gegeben wurden bzw. die lebenswichtige Therapie entzogen wurde. Sie erklärt die Notwendigkeit einer regelmäßigen Medikamenteneinnahme, da eine Virusmutation bereits nach einem Tag aussetzen auftritt, wonach eine neue Behandlung ausgewählt werden muss. Sie reichte damals Beschwerde bezüglich der Behandlungsbedingungen ein. Die Ermittler forderten damals als Gegenleistung für seine Behandlung von Arman, das erforderliche Geständnis abzugeben. dass Beschwerden eingereicht wurden.
Arman stellt seiner Mutter eine Frage: Hat der Ermittler Tokarev angerufen und gesagt, dass du ein Interview für NTV geben sollst?

– Ja

– Hat er dir gesagt, dass es nicht nötig ist, über Folter zu sprechen?

Er sagte: „Wird Ihr Sohn gerade behandelt? Na dann erzählen Sie gefälligst alles so, wie ich es sage“, und las Auszüge aus dem Geständnis vor, die ich wiedergeben sollte.

Verhör von Elena Bogatova, Mutter von Ilya Shakursky.
Bogatova erzählt über ihren Sohn, u.a. dass er sehr aktiv sei, sowohl politisch, sozial als auch musikalisch und dementsprechend bekannt, auch außerhalb von Pensa. Durch öffentliche Aktionen machte er auch die Stadtverwaltung auf verschiedene Probleme aufmerksam. Auch Ilja wurde von Neonazis angegriffen, woraufhin er ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Mit 18 wurde er von Mitarbeitern vom Zentrum zur Bekämpfung von Extremismus zuerst angeworben, dann vor Kommilitonen und als Faschist und Extremist verleumdet.


Bogatova hat Schlüssel zu Shakurskies Wohnung und konnte immer problemlos kommen und gehen. Kurz bevor die Durchsuchung begann, war sie dort, um einen Lebensmittelbehälter abzuholen, der sich in der Fensterbanknische befand. Als sie die Festnahme ihres Sohnes aus dem Fenster sah, rannte sie zu ihm und sie hielten sich 10 – 15 Minuten am Hauseingang auf, bevor sie in die Wohnung gingen. In der Zeit konnte sie nicht sehen, was in der Wohnung geschah. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten sofort in der Fensterbanknische einen Feuerlöscher – den sie Bombe nannten. Diese vermeintliche Bombe, wurde mehrfach bewegt und ohne Handschuhe angefasst. Zur Waffe, die unter dem Sofa gefunden wurde merkte Bogatova an, dass sie nicht staubig war, der Boden drum rum aber schon. Sie sagt weiter aus, dass es nur einen Computer in der Familie gab und alle ihn benutzten. Er wurde ohne die Anwesenheit eines Spezialisten beschlagnahmt.


Bei dem ersten Besuch ihres Sohnes bemerkte sie, dass er verängstigt und eingeschüchtert war. Auch wenn sie keine blauen Flecken sah, war ihr klar, dass schreckliche Dinge passierten. Danach gab es 5 – 6 solcher zweimonatlichen Termine.

Der Ermittler sagte mir, “wenn Sie Ihren Sohn lieben, wenn Sie wollen, dass er Teil 2 (des Paragrafen 205.4 über Organisation einer Terroristischen Vereinigung und Teilnahme daran; Teil 1 – Organisation, Teil 2 – Teilnahme; Anm.d.Ü), müssen Sie ihm erklären, dass er alles unterschreibt.
Bogatova berichtet vom Gespräch mit dem Ermittler Shepelev, der drohte Ilya in ein anderes Untersuchungsgefängnis zu verlegen, in dem er getötet und vergewaltigt werden könnte. Außerdem zwang der Ermittlen Tokarev Bogatova durch Druck und Drohungen, mit Mitarbeitern des Nachrichtensenders NTV zu sprechen und ihren Sohn zu verleumden. Er erklärte, was genau sie zu sagen hat.
Bogatova spricht über die Audioaufnahme, in der Ilya angeblich die Produktion von Sprengsätzen spricht. Sie erklärt, dass es sich bei dem geheimen Zeugen um den Nazi Dobrovolsky handelt.

Verhör von Svetlana Pchelintseva, Mutter von Dmitry Pchelintsev
Pchelintseva erzählt von ihrem Sohn, dass er immer freundlich und hilfsbereit war, an sozialen Projekten teilgenommen hat und sich nach dem Armeedienst für Sport und Kampfsport interessierte, zelten ging und Airsoft spielte. Er interessierte sich auch für Waffen und bewarb sich als Schießlehrer. Dmitry Waffen waren registriert und befanden sich an seinem Wohnort. Auf die Frage nach Granaten antwortet Svetlana, dass die sie ihm während seiner Inhaftierung untergeschoben worden sind. Es gab keine Alarmanlage am Auto. Dmitry hatte keine Leidenschaft für Pyrotechnik. Der Ermittler weigerte sich, mit den Eltern von Dmitry zu kommunizieren, und fragte keinen seiner Verwandten danach. Die Staatsanwaltschaft interessiert sich auch dafür, wie Swetlana von der Folter ihres Sohnes erfahren hat. Svetlana erklärt, dass sie von ihrem Sohn davon erfahren habe und die Geschichte der Folter mit Hilfe eines Anwalts in den Medien veröffentlicht wurde.


Es folgen Fragen zu den Ereignissen des Jahres 2011, als Unbekannte am 23. Februar einen Molotow-Cocktail in das Militärbürogebäude warfen. Svetlana sagt, dass sie zu diesem Zeitpunkt schwanger war und sich in der Stadt Penza aufhielt. Am Tag zuvor sprach Svetlana mit ihrem Ehemann über Skype mit ihrem Sohn, sie waren zu dieser Zeit in Moskau.

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Datum

18 June 2019

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