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Am 4. Juni fand vor dem Landgericht Pensa die elfte Sitzung im Fall der terroristischen Vereinigung “Netzwer” statt. Darin haben die Richter des Wolgaregionalen Militärgerichts neue Zeugen der Staatsanwaltschaft verhört – den Schießlehrer Andrei Heylik und die Ex-Freundin Diana Rozhina eines Bekannten von Pchelintsev und Kulkov.

Zuerst wurde Andrei Heylik befragt – Ausbilder des Pensaer Verbandes für Schuss- und Standschießen und Kollege von Dmitry Pchelintsev. Vor drei Jahren bekam dieser eine Anstellung als Schießlehrer. Der Zeuge skizziert die Zusammenarbeit mit Pchelintsev. Sie sprachen nicht über Politik, sondern nur über Sport. Seiner Meinung nach bereitete sich Dmitry nicht sportlich auf etwas vor. Unabhängig davon, konnte er ihn nicht tiefgehend charakterisieren. als Athlet “nein”, er hatte keinen Zugang zu Waffen auf dem Schießstand.

Danach folgte das zweistündige Verhör von Diana Rozhina. Sie sagte, sie sei nur mit Mikhail Kulkov bekannt. Sie sprachen nur im Gesundheits-Klub “Coral Club”, in dem ihre Mutter arbeitet, und nur über das Thema Gesundheit. Rozhina sagte aus, dass sie nur die Worten ihres Ex-Freundes Ruslan Emelyanov wiedergegeben hatte. Sie wusste von seinem Airsoft-Spiel mit Freunden und dem Training. Im Februar 2016 hörte sie aber auf, mit Emelyanov zu kommunizieren. Dmitry Pchelintsev kennt sie als „Anton“, seine Frau Angelina – als „Katya“. Emelyanov und Pchelintsev arbeiteten im selben Restaurant. Rozhina erinnert sich, dass Dmitry einen gesunden Lebensstil führte und in Gesprächen “eine Abneigung gegen die politische Gesellschaft hatt”. Laut ihres damaligen Freundes hätten sie sich bei den Trainings im auf etwas vorbereiten, was mit Politik zu tun hätte. Was genau erinnert sie sich aber nicht mehr. Der Ex-Freund erzählte ihr etwas von Verschwörung, manchmal hörte sie Fragmente seiner Gespräche mit Pchelintsev. “Das Ziel des Trainings war etwas Politisches. Da war eindeutig etwas Schlimmes.”, so die Zeugin. Auf die Frage von Richter Yuri Klubkov, warum Rozhina solche Schlussfolgerungen gezogen habe und was genau sie negativ beeinflusst habe, erklärte sie, dass sie versucht habe, in Bezug auf alles, was mit Politik zu tun habe, vorsichtig zu sein. “Emelyanov und seine Freunde drückten ihre Unzufriedenheit mit den Behörden und dem politischen System aus. Emelyanov sprach nicht sehr schmeichelhaft über die politische Situation, die sich zu dieser Zeit entwickelte: Er kritisierte und sagte, dass er gehen wolle.” Auf die Frage, ob sie die Informationen, die Emelyanov ihrerzählt hatte, ernst nimmt, antwortete sie mit nein.

Rozhina gab vor Gericht zu, dass sie sich nicht daran erinnert, wie sie dem Ermittler ausgesagt hat. Das Verhörprotokoll von Diana Rozhina vom 25. Juni 2018 wird offengelegt. Es besagt folgendes: Die Gruppe um ihren ehemaliger Freund Yemelyanov (Stepan) habe sich darauf vorbereitet das “Putin-Regime” mit bewaffneten Mitteln zu stürzen und eine militärische Ausbildung durchzuführen. Diese Gruppe umfasse Personen mit den Spitznamen Crash, Red, Maxim Simakov, Farhat, Spike und Zwilling. Dmitry Pchelintsev sei der Anführer der Gruppe. Die Mitglieder planten einen Staatsstreich “wie der Maidan” zu organisieren und eine anarchistische Gesellschaft in der Art Kurdistans aufzubauen. Es kursierte ind er Gruppe ein verschlüsselter Stick, auf dem sich unter anderem das Buch “Russische Küche” befand, welches Rozhina gelesen ahben soll. Was aber was in diesem Buch stand, konnte Pchelintsevs Anwalt Oleg Zaitsev nicht herausfinden: Der Richter wies die Frage zurück.
Die Zeugin sagte, dass sie damals ihr Zeugnis gelesen hatte, bevor sie es unterschrieben hatten. Wie bereits zwei andere Zeugen – Alena Mashentseva und Yevgeny Smagin, die am 31. Mai verhört wurden – sagte auch Rozhina, dass viele ihrer Aussagen aus dem Verhörprotokoll verfälscht worden seien. Sie versicherte, dass sie vollständig hinter ihrer aktuelle Aussage vor Gericht steht, aber nur teilweise hinter der Aussage während des Verhörs. So bestätigte sie nicht vor Gericht, dass sie über den Maidan und die Teilnahme von Angelina Pchelintseva an der Gruppe gesprochen hatten. Das sie gesagt hätte, dass “Spike” und “Zwilling” an der Gruppe teilgenommen hätten, bestritt sie auch. Über das Verhör beim FSB (Inlandsgeheimdienst) sagt sie: “Es war ein aufregendes Ereignis, in diesem Zustand hätte ich alles unterschreiben. Weil ich sehr besorgt war: Ich wollte das im Prinzip nicht in Berührung kommen. Oberflächlich mag die Bedeutung richtig gewesen sein. Aber meine Worte sind eine Nacherzählung einer ganz anderen Person. Das sind seine Ansichten und seine Worte. Dann bekam ich Angst ich könnte etwas Falsches sagen”, erinnerte sich der Zeugin.

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Datum

4 June 2019

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