{"id":5077,"date":"2019-09-24T17:29:00","date_gmt":"2019-09-24T14:29:00","guid":{"rendered":"https:\/\/rupression.com\/?p=5077"},"modified":"2020-02-13T17:32:12","modified_gmt":"2020-02-13T14:32:12","slug":"pensa-prozesstag-46-anhoerung-von-arman-sagynbaev-mitglied-der-unabhaengigen-beobachtungskommission-jekatarina-kosarevskaja-berichtet-ueber-folter-der-inhaftierten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rupression.com\/de\/2019\/09\/24\/pensa-prozesstag-46-anhoerung-von-arman-sagynbaev-mitglied-der-unabhaengigen-beobachtungskommission-jekatarina-kosarevskaja-berichtet-ueber-folter-der-inhaftierten\/","title":{"rendered":"Pensa. Prozesstag 46. Anh\u00f6rung von Arman Sagynbaev. Mitglied der unabh\u00e4ngigen Beobachtungskommission Jekatarina Kosarevskaja berichtet \u00fcber Folter der Inhaftierten"},"content":{"rendered":"\n<p>Arman Sagynbayev, einer der Angeklagten im &#8220;Pensa-Fall&#8221; der terroristischen Vereinigung \u201eNetzwerk\u201c, sagte, er habe fast ein Jahr lang die Folter verschwiegen, um nicht im Gef\u00e4ngnis zu sterben. W\u00e4hrend der Anh\u00f6rung gab er an, dass er sich immer noch nicht sicher f\u00fchle.<br> Arman Sagynbaev wurde am 5. November 2017 in St. Petersburg von FSB-Offizieren inhaftiert. Der Anklage zufolge war Sagynbaev ein &#8220;Sappeur\u201cin &#8220;Netzwerk&#8221; &#8211; er war verantwortlich f\u00fcr die Auswahl und Lieferung von improvisierten Sprengk\u00f6rpern, Komponenten f\u00fcr deren Herstellung, Granaten, Minen und Brandmischungen und brachte den \u00fcbrigen Teilnehmern bei, mit all dem umzugehen.<br><\/p>\n\n\n\n<p>Sagynbaev wurde in Nowosibirsk geboren und lebte dort is zu seinem Umzug nach St. Petersburg. Er arbeitete als Programmierer im Novosibirsk, interessierte sich f\u00fcr Wissenschaften und Vegetarismus und war antifaschistischer \u00dcberzeugung. Sagynbaev war dreimal in Penza: im Mai 2015, Mitte 2016 und im Januar 2017. Zu dieser Zeit sah er andere Mitglieder des \u201eNetzwerks\u201c bei Schnitzeljagden und Airsoft-Spielen. Zum Zeitpunkt seiner Festnahme arbeitete er als Programmierer in St. Petersburg, baute Gem\u00fcse auf seinem Balkon an und stellte veganen K\u00e4se her.<\/p>\n\n\n\n<p>LEBEN VOR DEM &#8220;Netzwerk&#8221;<br>\n\u00dcber den Neonazi-Angriff in Nowosibirsk<br>\n\u201eIm Alter von 14 Jahren wurde ich von sieben Neonazis im Zentrum von Nowosibirsk angegriffen. Es war in der Innenstadt, an einer Haltestelle, zur Hauptverkehrszeit. Und niemand hat darauf reagiert. Ich wurde schwer verletzt, aber das Strafverfahren wurde eingestellt. 2013 kaufte ich eine traumatische Waffe. Zur Selbstverteidigung. Aber im Jahr 2015 gab ich sie weg: Ich habe eingesehen, dass ich sie nicht brauche und dass ich nie auf eine Person schie\u00dfen k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber seinen Namen<br>\n\u201eIch mochte den Namen Arman nicht, oft stellte ich mich als Andrei vor. Wenn ich Arbeit suchte, stellte ich mich mehrmals als Andrei vor, denn wenn ich mich als Arman[Arman ist kein typisch russischer bzw. slawischer Name, Anm.d.\u00dc.] vorstellte, lehnten sie mich sogar vor einem pers\u00f6nlichen Treffen ab. So war es auch bei der Wohnungssuche. &lt;\u2026&gt; Meine Gro\u00dfeltern tauften mich auf dem Namen Andrey und nannten mich &#8220;Andryusha&#8221;. <\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber &#8220;\u00dcberlebensf\u00e4higkeiten&#8221;<\/p>\n\n\n\n<p>Seit ich sieben bin wandere und rafte ich gern, wir machten das mit der Familie. Er diente nicht in der Armee wegen meiner Gesundheit. Aber ich interessierte mich f\u00fcr milit\u00e4r-strategische Spiele &lt;\u2026> Ich bin sehr oft per Anhalter gefahren. Zweimal bin ich viertausend Kilometer von St. Petersburg nach Nowosibirsk gefahren. Auf dem Weg dorthin besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass man irgendwo liegen bleibt. Zu diesem Zweck lernte ich einige Fertigkeiten &#8211; nat\u00fcrlich nicht \u00dcberleben -, sondern Orientierung.<\/p>\n\n\n\n<p>WANDERUNGEN, DAS &#8220;Netzwerk&#8221; UND DIE ROLLE DES &#8220;Sappeurs&#8221;<br>\n\u00dcber Beziehungen zu anderen Personen, die am &#8220;Netzwerk&#8221; beteiligt sind<br>\n\u201eIch kannte alle au\u00dfer [Mikhail] Kulkov. Ich traf [Dmitry] Pchelintsev im September 2010 in Moskau und [Ilya] Shakursky im Mai 2015 in Penza bei einem Airsoft-Spiel. Ich habe [Maxim] Ivankin Mitte 2016 zweimal in Penza getroffen. Im Januar 2017 habe ich [Vasily] Kuksov und [Andrey] Chernov bei einer Schnitzeljagd im verlassenen Lager \u201cKarasik\u201d [Dorf Kolos, Penza Region] getroffen. Ich habe Jegor Zorin einmal gesehen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber Wandern und Airsoft<br>\n\u201eIch habe mich 2015 f\u00fcr Airsoft interessiert, als ich Pchelintsev besuchte. [Mit anderen Personen, die am Netzwerk beteiligt waren], teilten wir das Interessen an Vegetarismus, Airsoft und [gemeinsamer] Erholung in \u00f6kologisch sauberen Gebieten [Penza]. &lt;\u2026&gt; Ich habe die Spielregeln im Internet gegoogelt &lt;\u2026&gt; Ich hatte kein [Airsoft] Ausr\u00fcstung, ich habe es gemietet. Einige spielten in Masken &lt;\u2026&gt; Ich zog mir ein T-Shirt \u00fcber. &lt;\u2026&gt; Als das Interesse an Airsoft verschwand, h\u00f6rte ich auf, nach Penza zu kommen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber die Rollenverteilung<br>\n\u201eRollen in Spielen k\u00f6nnen sein: ein Arzt, Ingenieur, Taktiker, Kundschafter. Sie wurden nach dem Prinzip \u201eStein, Schere, Papier\u201c oder durch Abstimmung verteilt. &lt;\u2026&gt; Aber im Allgemeinen ist dies nat\u00fcrlich ein Vertrauensspiel: Wenn man getroffen wird, muss man gehen. Es ist nicht sehr interessant, mit einer &#8220;unsterblichen&#8221; Person zu spielen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber das Netzwerk, Terrorismus und Waffen<br>\n\u201eW\u00e4hrend der Treffen mit Pchelintsev sprachen wir \u00fcber allt\u00e4gliche Themen &lt;\u2026&gt; Der Regierungs- und Politikwechsel wurde nicht diskutiert. \u00dcber die Gruppe &#8220;5.11&#8221; und deren Untergruppe &#8220;Sunrise&#8221; wei\u00df ich nichts. Er nahm nicht an politischen Treffen und Kongressen teil. Ich habe keine F\u00e4higkeiten im Schie\u00dfen, keine im Herstellen von Sprengk\u00f6rpern und Gemischen. \u00dcber Waffen-Verstecke in der Region Pensa erz\u00e4hlte mir Zorin nichts. Das w\u00e4re auch seltsam: Wir haben uns nur einmal im Auto auf dem Weg zu einer Schnitzeljagt gesehen.\u201c<br>\n\u00dcber Vlad Dobrovolsky<br>\n\u201eMit Dobrovolsky [geheimer Zeuge \u201cKabanov\u201d laut Anklage und Neonazi und Provokateur &#8211; laut Verteidigung] sprach ich im Januar 2017 in Penza und sp\u00e4ter \u00fcber Skype. Shakursky hat mich darum gebeten auf Grund seiner eigenen Bekanntheit [unter den Penza-Neonazis]. Ich spielte die Rolle einer &#8220;versto\u00dfenen&#8221; und unadequaten Person, die eine Revolution w\u00fcnscht. Dobrovolsky erz\u00e4hlte mir, dass er in Tjumen Leute hat, die einen Staatsstreich arrangieren wollen, und lud mich dorthin ein. Ich sagte ihm, wie man das Betriebssystem [auf dem Computer] neu installiert. Dann fing ich an, ihn zu ignorieren &lt;\u2026&gt;\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>INHAFTIERUNG<br>\n\u00dcber die erste Durchsuchung<br>\n\u201eGegen 6.30 Uhr morgens [5. November 2017] klopften sie ziemlich laut bei mir [in St. Petersburg] an. &lt;\u2026&gt; Mir wurde gesagt, sie sind Bezirkspolizisten und ich habe ge\u00f6ffnet. Es sind ca. f\u00fcnf Leute auf mich eingest\u00fcrmt, zwei von ihnen mit einer Waffe, die mir ins Gesicht gestochen hat. Sie schrieen: &#8220;Fresse auf den Boden, **** [unh\u00f6fliche Bezeichnung einer Frau], das ist der FSB!&#8221; Sie stie\u00dfen mich zu Boden, hielten mir ein Papier vors Gesicht, wahrscheinlich einen Durchsuchungsbefehl, und legten mir Handschellen an. Der FSB hatte zwei Zeugen dabei. Am Ende gaben sie mir das Durchsuchungsprotokoll zum Unterschreiben und sagten: &#8220;Mach dich bereit, du wirst ins Gef\u00e4ngnis gehen.&#8221; Dann erfuhr ich, dass zwei von ihnen Beamte der FSB-Direktion in St. Petersburg waren, die \u00fcbrigen waren Angestellte, einer von ihnen stammte aus Pensa. Es gab jedoch keinen einzigen technischen Spezialisten bei der Beschlagnahmung der elektronischen Ger\u00e4te [ein Laptop, zwei Telefone und eine Festplatte, die von den FSB-Beamten ge\u00f6ffnet und vor Gericht nicht ge\u00f6ffnet worden waren. Sagynbaev sagte, dass das Laufwerk f\u00fcr eine lange Zeit inaktiv war].<br>\n\u00dcber die zweite Hausdurchsuchung und der Weg nach Penza<br>\n\u201e&lt;\u2026&gt; wir fuhren zum Ort meines tats\u00e4chlichen Wohnsitzes in [Petersburg]. Sie zogen mir einen Beutel oder Sturmhaube mit einem Schlitz \u00fcber den Kopf. FSB-Offiziere ergriffen alles, was sie wollten, und packten es in dasselbe Auto [in dem Arman sich befand]. Im Protokoll schrieben sie eine L\u00fcge: Die beschlagnahmten Sachen wurden an den Bundessicherheitsdienst in St. Petersburg und im Leningrader Gebiet \u00fcbergeben. Durch den Beutel habe ich diese Sachen gesehen, sie sind die kompletten 30 Stunden mit mir nach Penza gefahren.\u201c<br>\n\u00dcber elektrische Folter<br>\n\u201eAls wir fuhren, holte einer der FSB-Offiziere eine braune Box heraus. Es gab variable Widerst\u00e4nde &#8211; wie bei einem Lautst\u00e4rkeregler &#8211; und die Dr\u00e4hte [von der Box] wurden mit den Daumen meiner H\u00e4nde verbunden. Sie haben den Strom angeschaltet. Ich habe geschrien. Pchelintsev beschrieb diese Empfindungen genau: Als ob sie deine Haut lebend abziehen w\u00fcrden &lt;\u2026&gt;.<br>\n[FSB-Offiziere] stellten wahnhafte Fragen \u00fcber die Gruppe \u201e5.11\u201c, meinen Trainer im Fitnessstudio, und wie man Bomben herstellt. &lt;\u2026&gt; Sie sagten selbst, wie man eine Bombe baut und was [ich] zu sagen hatte. &lt;\u2026&gt; Sie drohten, die Stromsensoren an den Genitalien anzubringen. All dies wurde von obsz\u00f6ner Sprache, Beleidigungen und Schl\u00e4gen auf den Kopf begleitet.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber den veganen Burger, Salpeter und Puder<br>\n\u201eIn meiner Tasche [w\u00e4hrend der Inhaftierung] hatte ich einen Notizzettel mit einer Produktliste. Ich wei\u00df nicht, wie sie [die Liste] von [Ermittler] Tokarev in dieser Form zu Papier gebracht wurde [laut der Anklage fanden sie auf Sagynbaevs Festplatte das Dokument \u201eNetzwerk Code\u201c, das unter anderem ein Rezept f\u00fcr einen veganen Burger enthielt]. &lt;\u2026&gt; Das bei der Hausdurchsuchung gefundene  Ammoniumnitrat, nutze ich als D\u00fcnger. Aluminiumpulver ist ein Teil der reflektierenden Elemente f\u00fcr den Anbau von Pflanzen. Ich wollte sie herstellen und verkaufen, weil die Preise f\u00fcr westliche Pendants auf dem Markt seit 2014 gestiegen sind.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>DAS LEBEN IN DER UNTERSUCHUNGSHAFT<br>\n\u00dcber Strafzelle und Einzelhaft<br>\n\u201eIch war einen Monat in einer Spezialblock, wo es kalt und feucht ist. Dies ist die Einzelzelle Nr. 26, in der Pchelintsev sa\u00df. Ich w\u00fcrde es als einen Ort beschreiben, der dem Tod f\u00f6rderlich ist. Deshalb gab ich ein Gest\u00f6ndnis ab, um nicht zu sterben. &lt;\u2026&gt; Als ich in die Untersuchungshaftanstalt zur\u00fcckkehrten und Zeugenaussagen ablehnten, fanden sie eine Klinge in einer Streichholzschachtel. Aber sowas hatte ich nie. Danach wurde ich drei Tage lang in eine Strafzelle gesteckt. &lt;\u2026&gt;\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber das Gest\u00e4ndnis<br>\n\u201e&lt;\u2026&gt; die FSB-Beamten forderten mich auf, die Teilnahme an der Terrorgemeinschaft zugestehen. Also sage ich es. Denn &#8220;wenn sie mich in Gewahrsam nehmen, k\u00f6nnen sie kommen und bekommen, was sie wollen.&#8221; &lt;\u2026&gt; Ich gab Gest\u00e4ndnisse ab und trat davon bis auf weiteres nicht zur\u00fcck [Sagynbayev gestand am 1. Juni 2018, berichtete von Folter am 4. September 2018], weil die Ermittler Druck aus\u00fcbten. Sie sagten: &#8220;Wenn Sie sich auf den 51. Artikel beziehen [sich weigern, gegen sich selbst auszusagen], lassen wir [Anna] Topchilova [das M\u00e4dchen, dem  Sagynbaeva damals nahestand, nach seinen Worten, Beziehungen] durch die gesamte Operationsabteilung gehen.&#8221; Sie nannten die Adresse, wo die Tochter mit seiner Ex-Frau lebt. &lt;\u2026&gt; In dieser Situation hielt ich es f\u00fcr die einzig richtige Entscheidung, alles zu unterzeichnen, was sie [die FSB-Offiziere] wollten. Dann merkte ich immer wieder, dass sie mit meinen Lieben alles machen konnten.<br>\nEr bat den Anwalt, nichts zu tun, was den FSB verletzen, ver\u00e4rgern oder sch\u00e4digen k\u00f6nnte. Ich wollte nicht, dass mein Dach geht. Aber ich f\u00fchle mich immer noch nicht sicher.<br>\n\u00dcber die Gesundheit<br>\n\u201eIch habe eine schwere chronische Erkrankung und bin in Nowosibirsk registriert. Jeden Tag nehme ich zweimal am Tag Medikamente in der Untersuchungshaft. Aber das ist noch lange nicht alles, was ich brauche. Nach der Festnahme habe ich 10 Behandlungstage und 20 Medikamente verpasst. Als ich zur Untersuchung ins Krankenhaus nach Saratow gebracht wurde, verpasste ich weitere drei Tage. Jetzt hab ich st\u00e4ndig Kopfschmerzen. Ich habe Beschwerden \u00fcber T\u00e4tigkeiten der Angestellten der medizinischen Abteilung des Untersuchungsgef\u00e4ngnisses geschrieben, aber sie werden ignoriert.\u201c<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p>Bei der Anh\u00f6rung berichtete Ekaterina Kosarevskaya &#8211; Mitglied der St. Petersburger \u00f6ffentlichen \u00dcberwachungskommission, \u00fcber die Folter von Dmitry Pchelintsev, Arman Sagynbayev, Viktor Filinkov und Igor Shishkin. Sie sagte, dass Filinkov w\u00e4hrend der Folter gezwungen war, sich den Namen &#8220;Pchelintsev&#8221; einzupr\u00e4gen, und Pchelintsevs Z\u00e4hne begannen zu br\u00f6ckeln, nachdem er mit einem Knebel im Mund gefoltert worden war &#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>Kosarevskaya wurde als Zeugin der Verteidigung vor Gericht in Penza geladen. Sie sagte dem Gericht, dass sie im Januar 2018 Anzeichen von Folter durch Strombei Viktor Filinkov und Igor Shishkin gesehen habe. Anfang Februar ver\u00f6ffentlichte die Kommission einen Bericht \u00fcber die Untersuchungsergebnisseder Folter von Filinkov und Shishkin.<\/p>\n\n\n\n<p>In der erweiterten Fassung des Berichts vom 16. Oktober 2018 gibt es laut Kosarevskaya ein Kapitel zum Fall \u201eNetzwerk\u201c, das auch das Zeugnis \u00fcber Folterungen des Angeklagten von Pensa &#8211; Arman Sagynbaev &#8211; enth\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Zeugin f\u00fcgte hinzu, dass sie sich im Juli 2018 mit dem Pensaer Angeklagten Dmitry Pchelintsev im zentralen Untersuchungsgef\u00e4ngnis von St. Petersburg getroffen habe \u2013 als er aus Pensa nach St. Petersburg wegen Ermittlungsma\u00dfnahmen gebracht wurde. W\u00e4hrend des Treffens erz\u00e4hlte er ihr von den Folgen der Folter mit elektrischem Strom. <\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEr wurde im Herbst 2017 und im Februar 2018 gefoltert. Deshalb habe ich bei unserem Treffen nat\u00fcrlich keine Folterspuren gesehen. Aber zerbr\u00f6ckelnde Z\u00e4hne sind auch Spuren von Folter\u201c, sagte Kosarevskaya dem Gericht.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Gericht hakte nach, ob an der Ausarbeitung des Berichts medizinische Sachverst\u00e4ndige beteiligt waren. Der Zeuge erkl\u00e4rte, dass dies nur im Fall von Filinkov und Shishkin zutraf. Das Kapitel \u00fcber Sagynbaev basierte, wie sie sagte, auf den Protokollen der Befragung seiner Anw\u00e4ltin Olga Rakhmanova zur Folter. Von der Folter von Pchelintsev Kosarevskaya wei\u00df sie nur aus seinen Worten und aus offiziellen Appellen an die Ermittlungsbeh\u00f6rden.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Verh\u00f6r von Kosarevskaya forderten die Anw\u00e4lte das Gericht auf, beide Im Ergebnis der Anh\u00f6rung von Kosareva baten die Anw\u00e4lte darum beide Schlussfolgerungen der Kommision der Akte beizuf\u00fcgen. Die Richter versprachen, auf einer der folgenden Sitzungen zu antworten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Arman Sagynbayev, einer der Angeklagten im &#8220;Pensa-Fall&#8221; der terroristischen Vereinigung \u201eNetzwerk\u201c, sagte, er habe fast ein Jahr lang die Folter verschwiegen, um nicht im Gef\u00e4ngnis zu sterben. W\u00e4hrend der Anh\u00f6rung gab er an, dass er sich immer noch nicht sicher f\u00fchle. Arman Sagynbaev wurde am 5. November 2017 in St. Petersburg von FSB-Offizieren inhaftiert. Der<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":4161,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[46],"tags":[],"class_list":["post-5077","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-neuigkeiten"],"acf":[],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/rupression.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5077","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/rupression.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/rupression.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rupression.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rupression.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5077"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/rupression.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5077\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5081,"href":"https:\/\/rupression.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5077\/revisions\/5081"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rupression.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4161"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/rupression.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5077"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/rupression.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5077"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/rupression.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5077"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}