{"id":4306,"date":"2019-07-30T11:41:00","date_gmt":"2019-07-30T08:41:00","guid":{"rendered":"https:\/\/rupression.com\/?p=4306"},"modified":"2019-11-05T11:44:25","modified_gmt":"2019-11-05T08:44:25","slug":"penza-prozesstag-36-verhoer-der-mutter-von-andrey-chernov","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rupression.com\/de\/2019\/07\/30\/penza-prozesstag-36-verhoer-der-mutter-von-andrey-chernov\/","title":{"rendered":"Penza. Prozesstag 36. Verh\u00f6r der Mutter von Andrey Chernov"},"content":{"rendered":"\n<p>Auf Antrag der Verteidigung wird Tatyana, Mutter von Andrei Chernov, vor Gericht gebeten.<br> Laut Tatyana Chernova erfuhr sie von der Inhaftierung ihres Sohnes (Andrei Chernov am 9. November 2017) nicht durch den FSB sondern rst drei Tage sp\u00e4ter durch von Verwandten in Pensa. Daraufhin fuhren sie und ihr j\u00fcngerer Sohn Alexei von Moskau nach Penza. \u00dcber das, was in diesem Moment mit dem \u00e4ltesten Sohn geschah, wusste sie nur aus den Worten des Anwalts Stanislav Fomenko:<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Der Rechtsanwalt hat uns gesagt, dass der Ermittlungsbeamte Andrei befragt hat &#8211; dass er alles gestanden hat, alles unterzeichnet hat. Der Ermittler sagte, dass &#8220;bis jetzt hat sich [Andrey] normal verhalten, und wenn er sich weiterhin so verh\u00e4lt, dann wird alles gut.&#8221; Wenn er jedoch widerruft, kann der Ermittler \u201eseine Aufmerksamkeit auf Drogen richten\u201c [Tschernow wurde zeitgleich Drogenverkauf und Terrorismus vorgeworfen].<\/p>\n\n\n\n<p>Tatyana Chernova sagte, dass ihr Sohn immer Gegner von Drogen war und dass sie der Anklage nicht glaubt. Gem\u00e4\u00df ihr hat Andrei \u00fcber die Folter nicht berichtet, aber sie h\u00e4tten ihn moralisch unter Druck gesetzt, indem sie ihm sagten, sie w\u00fcrden seinen Bruder mit ihm &#8220;einfahren&#8221;. Der Anwalt sagte, Andrei habe sich mit Pchelintsev getroffen, und Dima [Pchelintsev] habe ihm gesagt, er solle alles unterschreiben, was sie verlangen &#8211; er m\u00fcsse immer noch unterschreiben, auch was er nicht getan habe.<\/p>\n\n\n\n<p>In fr\u00fcheren Gerichtsverhandlungen sprachen Eltern und M\u00fctter anderer Angeklagter vom Druck der Ermittler.<\/p>\n\n\n\n<p>Tatyana Chernova berichtet \u00fcber ihre drei Kinder, und dass Andrei den Spitznamen \u201eZwilling\u201c hat, da er einen j\u00fcngeren Zwillingsbruder hat. Nach Angaben der Mutter haben die Kinder in der Schule \u201esehr gut\u201c gelernt, Nachbarn und Lehrer haben sich nie \u00fcber sie beschwert. Nach der Schule studierten die Zwillingsbr\u00fcder an der P\u00e4dagogischen Universit\u00e4t Pensa an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Physik und Informatik. Nach vier Jahren verlie\u00dfen sie das Institut und begannen zu arbeiten. Andrei war sportbegeistert, rauchte nicht, war Vegetarier. Nachdem sein j\u00fcngerer Bruder von Neonazis zusammengeschlagen worden war, fing er mit Boxen an. Er arbeitete am Empfang einer Reparaturstelle f\u00fcr Mobiltelefone, sp\u00e4ter als Maschinenschlosser in einer Fabrik. Laut seiner Mutter beherrschte Andrej Technik \u201eauf Jugendniveau\u201c (die Staatsanwaltschaft beschuldigt Tschernow, \u201eSignalmann\u201c zu sein).<\/p>\n\n\n\n<p>Zu Hause hatte Andrei laut seiner Mutter einen Safe, in dem er erlaubte Waffen aufbewahrte. An das Modell konnte sich Tatyana Chernova nicht erinnern, sagte aber, dass ihr Sohn dies nicht verbarg, da er auch Sport machte und und boxte.<br>\nDie Mutter beschreibt den Zustand der Wohnung ihres Sohnes nach der Hausdurchsuchung &#8211; Verw\u00fcstung. <\/p>\n\n\n\n<p>Tatyana Chernova war die letzte der Zeugen der Staatsanwaltschaft, die zur Befragung vor Gericht geladen wurde. Der Staatsanwalt Sergei Semerenko erkl\u00e4rte, dass die Staatsanwaltschaft alle verf\u00fcgbaren Beweise f\u00fcr den Fall Netzwerk* vorgelegt habe. Bei der n\u00e4chsten Sitzung am 31. Juli ist geplant, dass die Verteidigung ihre Beweise bekannt gibt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf Antrag der Verteidigung wird Tatyana, Mutter von Andrei Chernov, vor Gericht gebeten. Laut Tatyana Chernova erfuhr sie von der Inhaftierung ihres Sohnes (Andrei Chernov am 9. November 2017) nicht durch den FSB sondern rst drei Tage sp\u00e4ter durch von Verwandten in Pensa. 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