{"id":4124,"date":"2019-06-10T15:34:11","date_gmt":"2019-06-10T12:34:11","guid":{"rendered":"https:\/\/rupression.com\/?p=4124"},"modified":"2019-09-27T15:35:27","modified_gmt":"2019-09-27T12:35:27","slug":"penza-prozesstag-15-das-beschaedigte-militaerkommisariat-ohne-grossen-schaden-befragung-von-zeugen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rupression.com\/de\/2019\/06\/10\/penza-prozesstag-15-das-beschaedigte-militaerkommisariat-ohne-grossen-schaden-befragung-von-zeugen\/","title":{"rendered":"Penza. Prozesstag 15. Das besch\u00e4digte Milit\u00e4rkommisariat ohne gro\u00dfen Schaden, Befragung von Zeugen."},"content":{"rendered":"\n<p>Am 15. Prozesstag\nwurden ein Vertreter des Milit\u00e4rkommisariat angeh\u00f6rt und weitere\nZeigen befragt, die bei der Durchsuchung der Autos und Wohnungen von\nDmitry Pchelintsev und Vasily Kuksov und bei Inspektion des\nverlassenen Lagers, in dem das &#8220;Waffenversteck&#8221; gefunden\nwurde, anwesend waren.<\/p>\n\n\n\n<p>Der erste zeige\n\tFedotov Nikolai Alexandrovich, Vertreter des Milit\u00e4rkommisariat\n\tberichtet, wie er von dem Molotow-Angriff auf das Kommissariat\n\terfahren hatte &#8211; ein Kollege rief ihn an. Es gab keine Sch\u00e4den an\n\tdem Geb\u00e4ude, es waren keine Reparaturen erforderlich, es wurden\n\tkeine Brandspuren gefunden, nur ein paar Scherben. Er berichtet,\n\tdass es zu diesem Zeitpunkt \u00e4hnliche F\u00e4lle von Angriffen auf das\n\tMilit\u00e4rkommisariat gab, die damaligen Beamten die Verd\u00e4chtigen\n\tjedoch nicht identifizierten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die n\u00e4chste Zeugin\n\tist Victoria Gerasimova. Sie kennt keinen der Angeklagten. Sie war\n\tim Oktober w\u00e4hrend der Inspektion von Pchelintsevs Auto anwesend.\n\tSie musste damals im Auto warten und sah wie ein junger Mann aus dem\n\tHaus kam, von FSB (Inlandsgeheimdienst)-Offiziere angehalten wurde\n\tund dann mit Handschellen festgenommen. Er wurde dabei nicht\n\tgeschlagen, so die Zeugin. Danach gingen sie in die Wohnung von\n\tPchelintsev, um an der Durchsuchung teilzunehmen. Gerasimova sagte,\n\tdass die FSB-Offiziere einen Durchsuchungsbefehl vorlegten, mit dem\n\talle Anwesenden vertraut waren. W\u00e4hrend der Durchsuchung waren die\n\tFSB-Beamten immer vor Zeugen in Sicht. Die Beamten beschlagnahmten\n\teinen USB-Stick, Waffen, Patronen und ein Safe mit Waffen. Danach\n\thaben etwa 10 Beamte das Auto durchsucht und 2 Granaten und 2 Waffen\n\tgefunden. Als Granaten entdeckt wurden, erkl\u00e4rte Pchelintsev, dass\n\tihm diese untergeschoben worden waren, so die Zeugin. Die Granaten\n\twurden getrennt von den anderen Sachen in ein Paket verwart, die\n\tZeugin unterschrieeb nur zwei mal &#8211; einmal f\u00fcr die Wohnung und\n\teinmal f\u00fcrs Auto. Auf die Fragen von Ptschelintzevs Anwalt hin wird\n\tdeutlich, dass beschlagnahmte Tastentelefone nicht gepr\u00fcft wurden,\n\tob sich in ihnen SIM-Karten befinden, dass kein Spezialist, der die\n\tWaffen bzw. Granaten untersuchte und eine Liste erstellte, anwesend\n\twar, dass die Zeugin weder \u00fcberpr\u00fcfen konnte, ob und wie die am\n\tDurchsuchungsort gemachten Fotos den Protokollen zugeordnet wurden,\n\tnoch ob die Protokolle vollst\u00e4ndig ausgef\u00fcllt wurden, dass es\n\tkeine Alarmanlage am Auto gab, dass&nbsp; es in ihrer Anwesenheit\n\tkeine rechtliche Belehrung des Verhafteten gab und dass sie wegen\n\tdieser Ermittlungsangelegenheiten nicht weiter im FSB\n\t(Inlandsgeheimdienst) verh\u00f6rt wurde. Der Anwalt forderte die\n\tBekanntgabe des Protokolls der Ermittlungsma\u00dfnahmen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dessen\n\tBekanntgabe und Nachfragen an die Zeugen kamen mehrere\n\tUnstimmigkeiten zum Vorschein. Auf allen Bl\u00e4ttern im Protokoll\n\tbefinden sich z.B. nur 4 Unterschriften von 5 Teilnehmern an\n\tErmittlungsma\u00dfnahmen. An der Stelle f\u00fcr die Unterschrift eines\n\tSpezialisten, unterschrieb einer der Teilnehmer der Durchsuchung.\n\tDas Protokoll wurde den Teilnehmern der Ermittlungsaktionen\n\tvorgelesen, obwohl die Zeugin sagte, dass sie das Protokoll\n\tpers\u00f6nlich gelesen hatte. Bei der Fotodokumnetation gibt es zum\n\teinen ein Bild mit lediglich einer Granate &#8211; obwohl im Protokoll 2\n\tgenannt werden, zum anderen gibt es keine Unterschrift von Zeugen,\n\tlediglich die von Ermittler Tokarevs. Ebenso fehlt im Protokoll die\n\tSchilderung der Reihenfolge der Untersuchung des Autos &#8211; keine\n\tAufzeichnungen \u00fcber die Inspektion des Kofferraums und des\n\tHandschuhfachs.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der n\u00e4chste Zeuge\n\tist Belyakov Andrei. Er kennt keinen der Angeklagten. Er war bei der\n\tDurchsuchung eines verlassenen Lagers &#8211; welches der FSB als\n\tAusbildungsst\u00e4tte von Terroristen vermutete &#8211; im Dorf Ruzayevka\n\tanwesend, um nach Waffen und Drogen zu suchen. Bevor die Zeugen\n\tihren Einsatz begannen, hatte Egor Zorin eine Unterredung mit den\n\tBeamten und erkl\u00e4rte ihnen wohl, wo sie was finden w\u00fcrden.\n\tDementsprechend zielstrebiges suchen sie die Orten in Begleitung der\n\tZeugen auf, wo Waffen waren. Es wurden u.a.&nbsp; auch \u00dcberreste\n\tvon vermeindliche Molotow-Cocktaisl gefunden. Allerdings waren keine\n\tExperten vorhanden, die das Material untersuchten und Vermutungen\n\th\u00e4tten best\u00e4tigen k\u00f6nnen. Laut Zeugen wurden zwei Protokolle\n\tangefertigt, die er selbst nicht gelesen sondern nur vorgelesen\n\tbekommen hat. In der Unterschriftsspalte f\u00fcr den Experten sind im\n\tProtokoll keine Unterschriften vorhanden. Fotos bzw. die\n\tfotodokumentation der Untersuchung hat der Zeuge nicht gesehen.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der n\u00e4chster Zeuge\n\tist Saltanov. Er kennt keinen der Angeklagten. Er war bei der\n\tDurchsuchung von Shakurskys Wohnung anwesend. W\u00e4hrend der Suche\n\twurden Literatur, Waffen mit Patronen und ein Feuerl\u00f6scher\n\tbeschlagnahmt. Bei der Untersuchung eines Feuerl\u00f6schers erkl\u00e4rte\n\tein Hundef\u00fchrer mit einem Hund, dass es sich um eine provisorische\n\tSprengvorrichtung handelt. Diese wurde vor Ort &#8211; in Anwesenheit von\n\tallen Beamten und Zeugen! &#8211; von einem Spezialisten &#8220;entsch\u00e4rft&#8221;.\n\tDie meisten Fragen der Verteifdigung zum Verlauf und Einzelheiten\n\tder Durchsuchung beantwortet der Zeuge mit &#8220;Wei\u00df ich nicht\n\tmehr.&#8221;<\/p>\n\n\n\n<p>Der n\u00e4chste Zeuge\n\thie\u00df Sulin. Er hat im Oktober 2017 mit dem FSB bei der Durchsuchung\n\tvon Kuksovs Wohnung teilgenommen. Es wurden Telefon, Tarnjacke,\n\tFestplatte und Tower beschlagnahmt Als sie zum Auto gingen stellte\n\tsich heraus, dass es bereits ge\u00f6ffnet war. Kuksov merkte an dieser\n\tStelle an, dass die Autot\u00fcr geschlossen war und er nicht wei\u00df,\n\twarum sie es nicth mehr war. Im Auto wurde nach 10 Minuten ein\n\tGegenstand \u00e4hnlich einer Waffe gefunden. Auf Nachfrage von Kuksov\n\tbest\u00e4tigt der Zeuge, dass Kuksov Sch\u00fcrfwunden im gesicht hatte,\n\tals er ihn bei der Durchsauchung sah.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><em>Die Anw\u00e4lte\n\tberichten, dass der Zeuge Aryanov, der heute verh\u00f6rt werden sollte,\n\tgeflohen sei. Anw\u00e4lte waren Zeugen des Gespr\u00e4chs zwischen Aryanov\n\tund FSB-Beamten. Aryanov \u00e4u\u00dferte den Wunsch, mit der Ermittlung zu\n\tsprechen.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 15. Prozesstag wurden ein Vertreter des Milit\u00e4rkommisariat angeh\u00f6rt und weitere Zeigen befragt, die bei der Durchsuchung der Autos und Wohnungen von Dmitry Pchelintsev und Vasily Kuksov und bei Inspektion des verlassenen Lagers, in dem das &#8220;Waffenversteck&#8221; gefunden wurde, anwesend waren. 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